Die 7 Weinarten die du kennen musst

Die 7 Weinarten die du kennen musst

Wein ist nicht gleich Wein. Das schönste Genussmittel ist Facettenreicher, als du denkst. In diesem Artikel stellen wir dir die sieben häufigsten Weinarten vor.

Weißwein

Weißweine werden vorwiegend aus grünen Rebsorten (z. B. Riesling, Sauvignon Blanc oder Chardonnay) hergestellt. Nach dem Quetschen der Beeren wird der Saft von den Beerenschalen und Kernen getrennt. Dies geschieht sanft, damit sich keine Gerbstoffe (Tannin) aus den Schalen und den Samen lösen. Weißwein, der aus roten oder blauen Rebsorten erzeugt wird, nennt sich Blanc de Noir (Weißes aus Schwarzen).

Weißwein in einem bauchigen Glas welches geschwenkt wird

Rotwein

Anders als bei den Weißweinen, werden Rotweine auf der Maische vergoren. Mit der Zeit lösen sich immer mehr Gerbstoffe aus den Schalen und Traubenkernen und gehen in den Wein über. Die gelösten Farbstoffe aus der Beerenschale geben dem Rotwein seine Farbe. Sie werden zumeist in Holzfässern und unter Sauerstoffkontakt ausgebaut: Die gelösten Gerbstoffe dienen dabei als Oxidationshemmer und verhindern das Umkippen des Weins.

Gefüllte Rotweingläser die auf einem hellen Steinuntergrund liegen

Roséwein

Hartnäckig hält sich das Gerücht, Roséweine wären eine Mischung aus Rot- und Weißweinen. Für Stillweine aus der EU ist dieses Verfahren nicht zulässig. Tatsächlich gibt es verschiedene Herstellungsmethode für Rosé, was das Format dieses Artikels allerdings sprengen würde. Roséweine werden fast wie Rotweine hergestellt, stehen jedoch kürzer auf der Maische. Durch den kurzen Schalenkontakt lösen sich nur wenige Farbstoffe aus der Beerenhaut. Die Farbe eines Rosés gibt Auskunft über die Länge der Standzeit. Diese kann zwischen wenigen Stunden und mehreren Tagen variieren.

Alkoholgehalt im Wein -Frau trinkt aus einem Weinglas einen Schluck Rosé, während sie in der anderen Hand das nächste Glas bereithält.

Schaumwein

Zur Familie der Schaumweine zählen Sekt, Cava, Crémant oder Champagner. Auch der Prosecco spumante gehört dazu. Als Grundlage für einen Schaumwein dient ein Stillwein. Häufig eine Cuvée aus mehreren Grundweinen. Die klassische Champagnermethode ist nur hochwertigen Schaumweine vorbehalten. Günstige Vertreter dieser Weinart werden im Tankgärverfahren hergestellt. Diese genießen nicht die Vorteile einer traditionellen Flaschengärung. Schaumweine müssen einen Kohlensäureüberdruck von mindestens 3 bar vorweisen und einen Alkoholgehalt von wenigstens 9,5 Vol.-% besitzen.

Cava - Alle Infos über den spanischen Schaumwein

Perlwein

Sie sind die kleinen Geschwister von Schaumweinen und werden auch als halbschäumende Weine bezeichnet. Im Gegensatz zu ihren großen Brüdern liegt der Kohlensäuredruck bei Perlwein zwischen 1 und 2,5 bar. Sie sind in den meisten Fällen aufgesprudelt und entwickeln ihre Kohlensäure nicht selbst. Das Verfahren kennt jeder, der zu Hause sein eigenes Sprudelwasser mit CO2 versetzt. Ihren perligen Charakter können sie auch durch eine zweite Gärung (z. B. auf der Flasche) erhalten. Dieses Verfahren ist aufwendiger und wird daher nur bei hochwertigen Perlweinen angewendet.

Dessertweine

Wer bei edelsüßen Weinen an lieblich Zuckerwässerchen denkt, liegt falsch. Bei ihnen handelt es sich um wahre Schätze der Weinerzeugung und man findet sie normalerweise nicht im Supermarktregal, sondern nur bei Fachhändlern. Dessertweine sind extraktreich und aus vollreifen Trauben geerntet. Die Beeren für solche Weine sind ganz oder teilweise von der Edelfäule Botrytis cinerea befallen. Bei edelsüßen Weinen stoppt der Kellermeister die Gärung vorzeitig, weswegen sie über einen hohen Zuckeranteil und wenig Alkohol verfügen. (Trocken-)Beerenauslesen oder Eisweine besitzen nicht häufig mehr als 100 g Restzucker pro Liter.

Likörwein

Sie gehören sie zur Gruppe der Dessertweine, unterscheiden sich allerdings geschmacklich und in ihrer Herstellung signifikant. Likörweine reifen – im Unterschied zu anderen Dessertweinen – in der Regel im Fass und erhalten dadurch ein warmes Aromaspektrum. Ein weiterer Unterschied ist, dass der Kellermeister die Gärung durch die Zugabe von hochprozentigem Alkohol stoppt, der die Hefen abtötet. Aus diesem Grund besitzen Likörweine gleichzeitig einen hohen Zucker- und Alkoholgehalt. Die bekanntesten Vertreter sind Sherry und Portwein.