Es ist eine der häufigsten Fragen, die ein passionierter Weintrinker hören muss. »Wie erkenne ich einen guten Wein?« Und die Antwort auf diese Frage ist gar nicht so einfach. Aus diesem Grund wollen wir Dir in diesem Artikel eine Methode vorstellen, mit der Du auch als Einsteiger einen guten Wein erkennst.


Was ist guter Wein?

Schmeckt ein Wein, dann wird er als gut empfunden. Also ist die Antwort auf die Frage, wie Du einen guten Wein erkennst, damit erklärt? Nicht ganz! Natürlich muss ein Wein schmecken. Doch nicht jeder Wein der Dir schmeckt ist ein deshalb ein guter Wein.

Allerdings ist unser Geschmack eine subjektive Empfindung und kein Merkmal, das dem Wein innewohnt. Wer wissen will, wie sich trinkbarer Wein von gutem oder herausragendem Wein unterscheidet, muss nach objektiven Kriterien urteilen und seinen Geschmack hintenanstellen.

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Die Qualität eines Weines erkennst Du nicht am Etikett oder der Rebsorte. Du musst ihn probieren. Auch der Preis sagt nur selten etwas über die Weinqualität aus. Zwar sinkt mit steigendem Preis die Wahrscheinlichkeit etwas Schlechtes im Glas zu haben, allerdings gibt es gute Weine auch bereits für um die 5,00 €.

Das erste Fazit, was wir hier ziehen ist: Geschmack ist subjektiv. Qualität muss sich an objektiven Kriterien messen lassen. Der Preis, die Rebsorte oder ein schönes Etikett gibt darüber keine Auskunft – vor allem für Einsteiger.

BLIK: Objektive Kriterien für einen guten Wein

Jeder Wein verfügt über vier Grundeigenschaften, die wir bei der BLIK-Methode zur Bestimmung seiner Qualität benutzen. Das Akronym BLIK steht für jeweils eine dieser Eigenschaften.

Balance, Länge, Intensität und Komplexität. Je stärker diese vier Eigenschaften auftreten, desto höher ist die Qualität des Weins. Ob er dir allerdings schmeckt, steht auf einem vollkommen anderen Blatt.

Balance

Sprechen Weinkenner über die Balance eines Weines, meinen sie damit die einzelnen Aroma- und Geschmackselemente. Am einfachsten lässt sich die Balance an restsüßen Weinen aufzeigen. Fehlt diesen Weinen die Säure, wirken sie extrem süß, schal und klebrig. Stimmt das Verhältnis von Säure zu Restzucker, wirkt der Wein (trotz gleichem Zuckergehalt) weniger süß. Die Säure sorgt außerdem für ein prickelndes Spiel der beiden Komponenten am Gaumen. Bei Rotweinen kommt es vor allem auf die Gerbstoffe (Tannine) an. Hinterlassen sie einen dicken Pelz auf der Zunge oder wirken sie eher samtig und sind gut in den Wein eingebunden?

Länge

Wie lange Du einen Wein nach dem Schlucken wahrnimmst, sagt viel über seine Qualität aus. Spitzenweine können Minuten nachhallen und ein wahres Feuerwerk an Aromen zünden.

Die Länge eines Weines messen wir in Sekunden. Ein kurzer Wein hält sich nur wenige Sekunden. Zwischen sechs und 15 Sekunden liegt die Spanne, die als mittlere Länge bezeichnet wird. Alles über diesen Zeitraum gilt als langer Abgang. Besonders edle Tropfen sind sogar eine Stunde nach dem letzten Schluck noch deutlich wahrnehmbar.

Intensität

Ein intensives Aroma lässt auf einen hohen Extraktanteil schließen. Wie intensiv sind der Geruch und das Mundgefühl? Schmeckt der Wein eher nach aromatisiertem Wasser oder hoch konzentriert oder hast Du vielleicht einen Blender im Glas? Blender sind Weine, die zwar intensiv duften, diesen Eindruck im Mund aber nicht bestätigen.

Komplexität

Lassen sich nur ein bis zwei Aromen im Wein benennen oder findet sich eine ausladende Vielfalt an unterschiedlichen Eindrücken im Glas? Entwickelt sich der Wein mit der Zeit im Glas? Kommen neue Geruchseindrücke hinzu? Je mehr unterschiedliche Aromen sich ausmachen lassen, desto besser. So mancher Wein kann mit seiner Vielschichtigkeit sogar geübte Nasen ganz schön überfordern.

Bildquelle Titelbild: © gilaxia – iStock.com

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