Riesling

Der Riesling ist eine weiße, spät reifende Rebsorte mit mittelhohem Ertrag (60 bis 110 hl/ha) und ist auch als »Königin der Trauben« bekannt. Spitzenrieslinge stammen vor allem aus kühlen Anbaugebieten wie Deutschland oder den nördlichen Anbaugebieten der USA (z. B. Washington State). Der Riesling ist bekannt dafür, das Terroir einer Lage im späteren Wein besonders gut zum Ausdruck zu bringen. Die deutschen Spitzengebiete für Rieslinge sind die Mosel, Rheinhessen und dem Rheingau.


Woher kommt der Riesling?

Die Rieslingtraube entstammt einer natürlichen Kreuzung aus der Heunisch-Rebe, Wildem Wein und Traminer. Als Herkunftsgebiet gilt die Region am Oberrhein.

Verbreitung und Anbaugebiete

Der Riesling bevorzugt ein eher kühles Klima, kann aber auch in wärmeren Anbaugebieten kultiviert werden. Weltweit sind fast 64.000 Hektar Rebfläche mit Riesling bestockt. Fast 45 Prozent davon befinden sich in Deutschland. Auf Platz Zwei liegen die USA mit knapp 10 Prozent und Australien mit rund 8 Prozent der Gesamtanbaufläche.

Riesling ist die am weitesten verbreitete Rebsorte in Deutschland. Über 22 Prozent der deutschen Weinberge und Weingärten sind mit Rieslingtrauben bestockt. Gleichzeitig ist deutscher Riesling international hoch angesehen. Vor allem Rieslingweine von der Mosel oder dem Rheingau erzielen immer wieder Spitzenpreise bei renommierten Weinauktionen.

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Eine vollkommen andere Stilistik, als bei deutschem Riesling, findet man in Frankreich. Hier ist Riesling ausschließlich im Elsass zugelassen. Abgeschirmt durch die Vogesen und die Alpen, findet die spät reifende Rebsorte im Elsass perfekte und vor allem trockene Klimabedingungen vor. So kann er lange ausreifen, ohne dabei von Fäulnis bedroht zu werden. Die edelsüßen Elsassrieslinge tragen die Bezeichnung Sélections de Grains Nobles.

Australien bietet zwar keine perfekten Klimabedingungen für den Riesling, dennoch ist es weltweit das drittgrößte Anbaugebiet für Riesling. Durch die besonders hohen Temperaturen gerät die Rebe immer wieder in Hitzestress. Die dadurch ausgeschütteten Hormone bewirken einen typischen Geruch nach Petroleum.

Bildquelle Titelbild: ©instamatics – iStock.com

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